Schmerz-und andere Mittelchen

Seit etwa 8 Jahren lebe ich mit Schmerzmitteln. Ohne diese kleinen Helferlein hätte ich es nicht mehr von A nach B geschafft. Nun sagen ja viele, dass man bei einem so langem Gebrauch abhängig von den bunten Pillen wird. Nein,wird man nicht. Nach meiner ersten Knie-Tep musste ich sogar ärztlich verordnet bis zu 14 Schmerztabletten täglich einwerfen. Nachdem der Wundschmerz vorüber war, brauchte ich gar keine Tabletten mehr. Hätte nicht mein zweites Knie aus purer Eifersucht darauf bestanden auch so eine schicke Prothese zu bekommen... Also noch mal die Pharmakeule , zusätzlich gespickt mit Cortisonspritzen und alles ist fast gut. So ganz mag das 2. Knie noch nicht in der Spur laufen, aber ich benötige keine Schmerzmittel mehr. 

Morgen werde ich sogar versuchen wieder zu arbeiten, Hardcore, denn ich habe einen Job bei dem ich den ganzen Tag stehen muss. Ich versuche es. Ohne Pillen, versteht sich. Ein bischen bammelig ist mir nur nach 5 Monaten wieder loszulegen. Ich habe das Gefühl alles vergessen zu haben. Hinzu kommt ein neues Computerprogramm, das eingeführt wurde. Ich habe einen einzigen Tag Zeit es zu begreifen, denn meine Kollegin ist ab Donnerstag in einer anderen Filiale. Bis dahin muss es sitzen. Uff.. 

Da brauche ich dann doch ein Pillchen heute Abend, eines um schlafen zu können. Da alledings muss ich aufpassen, denn diese kleinen Scheisserchen machen süchtig 

Ich pack dann mal meine Tasche, denn es geht über Land. Mein alter Arbeitgeber war so nett, mich vor 4 Jahren in die Wallachei zu schicken. Indirekte Kündigung kann man sagen, aber ich habe nicht gekündigt. Ich halte durch. 

Anouk 22.01.2019, 12.41| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltägliches

Das runde Leder

Nein, es geht nicht um mich, auch wenn ich so langsam selbst zum "runden Leder" werde. 

Ich freue mich auf den Fernsehabend. Handball-WM, das ist so ganz nach meinem Geschmack. Vielleicht mag ich es besonders, weil ich in der Jugend selbst eine Weile gespielt und zwischen den Pfosten gestanden habe. Tja so gelenkig war ich mal. Noch vor ein paar Jahren habe ich ein astreines Spagat aufs Parkett gebracht, so dass einigen Kollegen der Mund offenblieb. Das werde ich leider nie mehr so hinbringen, auch wenn ich mein Ziel mehr Beweglichkeit und ein normales Gewicht erreichen sollte. 

Durch zwei Ersatzteile sind meine Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt, so dass ein in die Hocke gehen oder ein Hinknieen nicht mehr möglich sind. Das sind so ein paar Stolpersteine für das mehr bewegen wollen und sollen. Aber ich werde das irgendwie kompensieren. Radfahren ist ab dem Frühjahr wieder erlaubt und mit ein bischen illegalem Schwung aus dem Ebike wird es schon gehen. Nun bin ich ganz vom Thema weg. 

Handball war angesagt. Ich mag unsere Mannschaft um Nationaltrainer Prokopp. Der hat es geschafft die Jungs wirklich zu einem Team zu formen. Wolff im Tor begeistert mich immer wieder aufs neue und die restlichen Spieler sind wirklich Kanonen. Da wird um jeden Ball gekämpft und jedes Tor mit geballter Faust gefeiert. Ich bin stolz auf unser Team und hoffe, dass es heute gut gegen Kroatien läuft. 

Das andere Leder rollt seit dem Wochenende ja auch wieder. Fussballbundesliga, meine zweite Leidenschaft. Hier schlägt mein Herz für RB Leipzig , die Hertha und ein bisschen auch für Schalke. Wer mir wirklich am Hintertürchen vorbeigeht ist der 1. FC Arroganz .  Ein wenig Bauchweh machen mir die Wechselgedanken von Timo Werner. Ich hoffe er geht zu Borussia Dortmund und nicht zum FC Bayern. Aber wer soll es einem Jungspund verübeln, wenn er den für sich lukrativeren Weg geht. Verstehen kann ich da die RB Fans nicht, die jetzt schon mit Parolen umhergrölen wie "Timo Werner Hurensohn" .. Klar werden sie enttäuscht sein, aber alles sollte doch oberhalb der Gürtellinie bleiben. 

Sport in der Flimmerkiste anschauen kann ich schon ganz gut, nun geht's dann um die Wurst, oder besser an den Speck, den meinigen..  

Anouk 21.01.2019, 19.30| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltägliches

Jump

Irgendwie beginnt das neue Jahr gleich mit einem indirekten Fehlstart. Nein das ist so auch nicht ganz richtig. Mein Start ist nur etwas verspätet. Ich habe nicht wirklich etwas falsch gemacht. Ich war über 4 Monate krank geschrieben.  Es ist schon bequem, wenn man sein Leben ruhig angehen lassen kann. Daheim, gemütlich vor der Flimmerkiste, mit einem Buch auf der Couch oder mit dem Hörbuch auf den Ohren..  Gefrühstückt wird nicht um eine gottlos frühe Stunde, sondern nachdem ich ausgeschlafen habe. Mittagessen geht auch mal nachmittags um 16 Uhr.

Tja, das alles wird sich nun wieder ändern, denn meine lange Krankschreibung neigt sich dem Ende und ich muss wieder in die Spur. Ein bisschen bin ich froh wieder unter Menschen zu kommen, andererseits bin ich jetzt auch in dem Alter, in dem ich mir sage, nun sollen mal die jungen Leute die Welt retten. Für das Altersteilzeitangebot meines Arbeitgebers bin ich leider 2 Jahre zu jung. Liebend gern hätte ich das Angebot angenommen und wäre im geschlossenen Dreisprung auf meine Terrasse gehüpft.

Nun es hilft nichts, ab Mittwoch gehe ich wieder an die Front und lächele. Lächeln gehört dazu, denn ohne macht es mir keinen Spaß. Meine Kunden mögen mich und ich freue mich jetzt schon auf die vielen Begrüßungsetüden. „Ach ist das schön, dass Sie wieder da sind“ „Wir haben Sie schon vermisst“  .. usw. Die alten Leutchen sind froh, dass noch „lebendige“ Mitarbeiter für sie da sind , die auch mal einen Beleg ausschreiben und etwas in Ruhe erklären.

Also beginnt mein neues Jahr sozusagen mit einem Jump-Start, so einem, bei dem man am Ladekabel einer fremden Batterie hängt, und von dem ich heute abstöpseln muss. 

Also jumpe ich ins neue Jahr, Arbeitsjahr, Lebensjahr 2019

Vorsätze hatte ich eigentlich keine . Eigentlich .. das sagt wieder mal alles. Der innere Wunsch war immer da, gesünder zu leben, sich mehr zu bewegen.. Kennt jeder, hält auch jeder ein, bis so ca. Anfang Februar. Dann kommen die Gebrüder Schlendrian und Dasmachichgleichmorgen .. Wäre auch wieder so gelaufen in 2019, wenn da nicht dieser Brief in meinem Postfach für Schweißausbrüche gesorgt hätte.

Einladung zum Klassentreffen

Ach du Scheiße. Mir wurde gleich mal heiß und kalt . Juhu, endlich alle einmal wiedersehen, aber soooooo kann ich im Leben nicht aufs Klassentreffen. Das, was da in den Raum watscheln würde, hat aber auch so gar nichts mehr mit mir zu tun. Im Laufe der letzten 40 Jahre habe ich mich locker verdoppelt, wenn nicht gar… Aber lassen wir das.

Ich habe es noch im Ohr, wenn die Jungs der Klasse einer molligen Schülerin hinterhergrölten : Rattatatata ich bin ein Panzer …

Puhh .. Damals ging mich das ja nichts an, aber heute bin ICH der Panzer, die Wuchtbrumme, die Maschine, Tonne, ein gestrandeter Wal.

Danke lieber Gott für das Klassentreffen, denn JETZT MUSS ICH … Einen besseren Jump ins neue Jahr gibt es wohl kaum.

Also dann los. Top, die Watte quillt ,  äh die Wette gilt.  Neee auch nicht. Ich will mich nicht unter Druck setzen mit irgendwelchen Wetten und Versprechungen, ich will einfach nur versuchen endlich mal anzufangen und durchzuhalten. Es geht auch nicht nur darum vor den alten Klassenkameraden nicht wie eine Plantschkuh auszusehen. Die Knochen sind schon im Eimer, der Blutdruck in astronmischen Höhen. Ich habe einfach keine Zeit mehr für Firlefanz. Sonst erlebe ich das Klassentreffen am Ende gar nicht mehr. 

Und da mir das als Motto "Keine Zeit mehr für Firlefanz" gut gefällt,  habe ich mir das gleich mal als Blogadresse ins Internet gemeisselt.  Ich freue mich über jeder Unterstützung. Vielleicht liest ja wer mit.

Anouk  ( Das ist natürlich (m)ein fiktiver Name unter dem ich hier schreiben möchte. Ich heiße natürlich anders, aber da mir gerade der Ar*** auf Grundeis geht, habe ich mir einen Namen aus dem arktischen Norden ausgesucht)



Anouk 21.01.2019, 15.21| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltägliches

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Wenn wir nicht lieben, sind wir sterblich; unsterblich werden wir nur durch die Liebe.

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